Der Pintabian - oder Pinto Araber

Zuchtgeschichte

Ein reinrassiger Vollblutaraber wird niemals ein Tobiano- oder Frame Over- geschecktes Fell aufweisen. Aber um den Traum vom gescheckten Araber wahr zu machen, wurden Tobiano´s mit Vollblutarabern gekreuzt. Zuchtexperten waren sich darüber im Klaren, dass das Tobiano-Gen dominant gegenüber anderen Genen ist und dass es demnach möglich sei, gescheckte Araber mit ebendiesem Muster zu züchten. So entstand ein Zuchtstamm aus Tobiano-gemusterten Pferden mit über 99 % Araberanteil im Blut. So konnte der Pintabian bzw. Pinto Araber oder Araberpinto, wie wir ihn heute kennen, entstehen.


Exterieur

Durch den hohen Araberanteil im Blut bleibt die frappierende Ähnlichkeit zum Vollblutaraber bestehen und wirkt im Zusammenspiel mit der bunten Farbmischung und der Eleganz eines Vollblutarabers oftmals sehr exotisch. Der Kopf ist (wie beim Araber auch) klein und trocken mit geradem oder konkavem Profil (Hechtkopf oder auch „Araberknick“ genannt), einer breiten Stirn, großen Augen und sichelförmigen Ohren. Auch ist der Araberpinto ein Pferd von quadratischem Format mit einem schön gebogenen Hals, kurzem Rücken und einem hohen Schweifansatz. Erstrebenswert ist ein 50/50 Anteil bei der Farbgebung, die aus einer weißen Grundfarbe und der Scheckung besteht, bei der dunkle Farben nach wie vor dominant, aber keine Vorgabe sind. Die Grundfarbe der Gliedmaßen ist meistens weiß, für den Rumpf ist aber nur die Tobiano-Scheckung erlaubt. Das Langhaar ist häufig zweifarbig: weiße Mähne, dunkles Schweifhaar. Eine zweifarbige Mähne ist hierbei aber auch keine Seltenheit.


Interieur

 

 

 

In ihrem Charakter unterscheiden sich die Araberpintos nicht von ihren einfarbigen Rassevätern. Nicht umsonst zählen Araber zu einer der beliebtesten Pferderassen weltweit, gelten sie doch als intelligent, sehr menschenbezogen, ausdauernd, leistungsbereit und vielseitig. Gerade durch diese Vielseitigkeit eignen sich Araberpintos nicht nur zu Showzwecken oder als Freizeitpferd, sondern es finden sich immer mehr Araberpintos in den Reihen der Westernreitpferde wieder.